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Hat unsere Ernährungsweise wirklich einen Einfluss auf unsere Lebenserwartung und unseren Gesundheitszustand?

Personal Essence Blogpost zum Thema Ernährungsweise und Gesundheitszustand

Viele Jahre lang war die gängige Meinung der Wissenschaft, dass unsere Gene darüber entscheiden, ob wir krank werden oder gesund bleiben. Mit zunehmenden Erkenntnissen aus dem Bereich der Epigenetik rücken Wissenschaftler mehr und mehr von dieser Haltung ab. Sie beziehen nun auch unsere Lebensbedingungen in ihre Forschung ein und kommen zu erstaunlichen Ergebnissen.

Seit einiger Zeit rücken Wissenschaftler etwas von der lange propagierten Meinung ab, dass unsere Gene unser gesundheitliches Schicksal bestimmen. Studien mit Zwillingen zeigen, dass der genetische Einfluss für die Haupttodesursachen (Bluthochdruck, Herzinfarkt und Krebs) nur zwischen 4 und 20% liegt (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4841510/).
Die restlichen über 80% Krankheitsrisiko werden durch unsere Lebensbedingungen, also Umgebungsfaktoren (z.B. Umweltgifte), Psychische Einflüsse (z.B. Stress) und unsere Lebensweise (z.B. Ernährung) beeinflusst.

Die Global Burdon of Disease Study der Bill & Melinda Gates Foundation hat herausgefunden, dass (in den USA) die häufigsten Todesursachen in falscher Ernährung ihren Ursprung haben. Für Europa hat die WHO in ihrer „Food and health in Europe: a new basis for action“ (http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0005/74417/E82161.pdf)  festgehalten, dass durch falsche Ernährung, Übergewicht und zu wenig Obst und Gemüse 1/3 aller Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht werden.

Diese Studien zeigen also: wir können zwar nicht alle Umgebungsfaktoren direkt beeinflussen, aber können durch unseren Lebensstil und die Nahrungsmittel, die wir unserem Körper zuführen einen aktiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Positiv wie negativ.

Ein Drittel aller Krebs- und Herzkreislauferkrankungen durch falsche Ernährung?

Die einen erleichtert diese Erkenntnis jetzt vielleicht, weil sie spüren, dass sie vieles selbst in der Hand haben. Anderen wiederum bereitet genau das ein ungutes Gefühl, denn sie spüren die Last der Verantwortung auf ihren Schultern oder haben vielleicht sogar ein schlechtes Gewissen sich selbst gegenüber. Denn: „Jetzt ist doch eh schon alles zu spät! Oder?! Ich lebe ja schon XY Jahre so.“

Nein, nichts ist zu spät. Unser Körper ist ein absolutes Wunderwerk. Er hat die Kraft sich selbst zu heilen, wenn wir ihm nur die Möglichkeit geben! Die Möglichkeit?

Ein Gedankenexperiment zum Thema Selbstheilung

Stellen Sie sich vor, Sie schlagen sich den Ellenbogen an. Er wird blau, schwillt an und tut weh. Lassen Sie den Arm nun in Ruhe, verheilt der Ellenbogen innerhalb einiger Tage von selbst wieder. Das „Wunder“ der Selbstheilung.
Stellen Sie sich aber jetzt vor, sie schlagen sich Ihren Ellenbogen morgens, mittags und abends an. Und zwar jeden Tag. Dann wird das mit dem Verheilen schon sehr schwer für den Körper. Sie können zwar zum Arzt gehen, der Ihnen ein Schmerzmittel und eine abschwellende Salbe verschreiben wird, aber solange Sie sich weiterhin dreimal am Tag den Ellenbogen anschlagen, wird Ihr Zustand sich nicht verbessern.

Das Gleiche passiert wenn wir dreimal täglich Dinge essen und trinken, die unserem Körper nicht gut tun (Entzündungen fördern, Arterien verstopfen, die Leber belasten etc). Der Körper hat fast keine Chance seine Selbstheilungskräfte einzusetzen.Wir brauchen dann Medikamente, um ihn zu unterstützen.

Was passiert, wenn man den Körper mit einer gesunden Lebensweise unterstützt, zeigen Studien:

In mehreren Studien setzten Wissenschaftler Herz- bzw. Arterienkranke auf eine Diät aus hauptsächlich Obst und Gemüse besteht, in der Hoffnung dadurch ihren Krankheitsverlauf etwas zu verlangsamen oder gar aufzuhalten. Womit sie nicht rechneten: die Krankheit entwickelte sich zurück, die Arterien öffneten sich, die Ablagerungen wurden vom Körper abtransportiert und die Blutzufuhr zum Herz verbesserte sich. Nach nur drei Wochen! (z.B. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25198208)

Ähnliches passierte bei Prostatakrebs: durch eine Änderung des Lebensstils (Ernährung, Bewegung und Stressmanagement) wurde die Körpereigene Abwehr gegen die Krebszellen deutlich gesteigert. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16094059)

Auch bei Brustkrebs konnten Forscher feststellen, dass eine Änderung des Lebensstils (weniger Fett, mehr Ballaststoffe und tägliche Bewegung), bereits nach 2 Wochen die Abwehrkräfte im Blut der Frauen gegen Krebszellen steigerte. Das Brustkrebsrisiko wurde signifikant gesenkt. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16965238)

Was zeigt uns das jetzt?
Unser Wunderwerk Körper ist zu vielem fähig, wenn man ihn dabei unterstützt. Auch rückwirkend: bereits bestehende Schäden können repariert werden. Krankheiten können verlangsamt, gestoppt und sogar rückgängig gemacht werden.
Es ist nicht zu spät etwas an der eigenen Lebensweise zu verändern, dank der unglaublichen Selbstheilungsfähigkeiten unseres Körpers.

Wie das genau gehen kann, zeige ich in den kommenden Blogbeiträgen. Beginnend mit ein paar Anregungen zum Thema: Wie kann ich meine Ernährung verbessern?

Weitere Blogbeiträge zum Thema Ernährung finden Sie >>hier

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